![]() |
||
|
|
|
|
2. 06. 07, Schwedenstraße 18b, Videoprojekt Vorstellung
Nach der Kunsthochschule von Tourcoing (Nordfrankreich) habe
ich an der Filmhochschule von Brüssel, l'INSAS, studiert.
Im Spannungsfeld zwischen diesen beiden Disziplinen ist meine
Arbeit angesiedelt: zwischen dem Blick (des Beobachters, des
Künstlers) und dem Zuschauer (dem “Empfänger”). Zwischen
diesen beiden Dingen bzw. Handlungen entsteht etwas, was mit
Kino zu tun hat, etwas Demokratisches (fast jeder hat Zugang
zum Kinosaal, praktisch niemand geht in die Galerien oder schaut hinter die Kulissen,
in die Vorführraüme. Filme mit den Leuten auf der Straße
zu machen, mit Herrn und Frau Jedermann, und sie hinter die
Kulissen schauen zu lassen, das ist wie das, was das Kino mit
dem Zuschauer macht, nur umgekehrt…). Brecht sagt, dass jeder
Empfänger auch Sender ist.
Meine Frage ist: Wer ist der Zuschauer und wer der
Schauspieler? Die Anderen sind das “Material”. Die Anderen, die
Gruppe, das Territorium.
Das kann in Australien sein (“Crossings”, ein Projekt mit
Aborigines-Tänzern) oder in Paris (Projekt “Krimstraße” mit 30
Anwohnern der Straße). Die Anderen sind die Erzähler einer
Geschichte, die größer ist als sie selbst. Weil die Geschichte als
gemeinsame Erzählung entsteht. Auch das Land, die Heimat und
unsere Herkunft ?ießen mit ein.
Das Bild, das Porträt, die Erzählung, die Ausstattung, die Fiktion
die aus Dokumentarelementen schöpft, all das ist meine Arbeit.